Genauso perfekt wie das Wetter und die Schneelage beim Skiurlaub, sollte auch die Skiausrüstung sein. Hier zählen vor allem erst einmal Sicherheit und Qualität – dann kommt die Optik! Und wer in der nächsten Saison die Skipisten mit Spaß und Können erobern möchte, der sollte sich möglichst so früh es geht um seine Skiausrüstung bemühen (eigentlich schon im Sommer). Vor allem dann, wenn Sie über eine gebrauchte Ausrüstung verfügen! Hier sollte vor der Benutzung zur neuen Saison ein gründlicher Check-up gemacht werden. Mit einigen Handgriffen können die Ski und auch der Rest wieder in Hochform gebracht werden, um so für mehr Spaß auf den Pisten zu sorgen. Kleinere Mängel – wie z.B. Risse in der Skikleidung – können schnell selbst beseitigt werden. Gefährlich wird’s allerdings, wenn z.B. eine Bindung defekt ist (durch einen Sturz). Denn: viele merken dies oft erst, wenn es zu spät ist! Meistens lässt der Federdruck der Bindungen nach – und das bedeutet, dass diese den Stiefel (und damit auch den Fuß) beim Skifahren nicht mehr ausreichend halten können. Und damit steigt auch das Unfallrisiko!
Do-it-yourself: die gebrauchte Skiausrüstung!
Wer seine gebrauchte Skiausrüstung selbst „in Schuss“ bringt, der hat in der Regel auch mehr von seinem Urlaub. Denn – einige, die sich nicht im Vorfeld gekümmert haben, verbringen die erste Zeit des Urlaubs manchmal z.B. in der Warteschlange zur Ski-Werkstatt vor Ort. Und die ist zu diesem Zeitpunkt richtig stark frequentiert! Wer seine Skiausrüstung überprüft, der sollte das Augenmerk gezielt auf die Ski richten. Hier sollten Sie gerade die Kanten beachten: die geben dem Ski vor allem in den Kurven einen festen Halt – allerdings nur dann, wenn dieser einen guten Schliff aufweisen kann. Die Stahlkanten können meistens im Do-it-yourself-Verfahren bearbeitet werden. Bei heftigen Dellen allerdings sollte auch hier eher ein Profi ran, sonst leiden die Fahreigenschaften des Ski. Wer die Mängel selbst beheben möchte, der braucht dafür einen Kantenschleifer, einen Schleifstein und eine Feile. Tipp: damit Sie perfekt arbeiten können, sollten die Ski in eine dafür vorgesehene Halterung gegeben werden – hierfür gibt es professionelle Einspannvorrichtungen (oder „einfache“ Schraubzwingen benutzen). Denn: der Schliff kann nur bei absoluter Festigkeit gelingen.
Für mehr Ski-Spaß: der Check vom Profi!
Vor dem Schleifen sollten die Ski mit einem Spezial-Reinigungsmittel gesäubert und von möglichem Rost befreit werden – z.B. mit einer feinen Karosseriefeile. Um alte Wachse zu entfernen, eignen sich z.B. Wachsentferner ganz gut. Tipp: zum Kantenschleifen werden oft Hand-Kantenschleifgeräte benutzt! Diese werden direkt auf die Lauffläche des Skis aufgesetzt – danach wird mit gleichmäßigem Druck von vorne nach hinten gearbeitet. Danach sollte der Ski versiegelt werden – hierfür finden z.B. Heiß- oder flüssige Kaltwachse Verwendung. Diese können mit einem Schwamm aufgetragen und danach auspoliert werden. Auch kleinere Kratzer, die z.B. durch Steine auf der Piste verursacht werden können, sollten Sie in jedem Fall ausbessern – ansonsten können auch hier die guten Fahreigenschaften eines Skis leiden. Risse und Kratzer lassen sich mit Polyethylen wieder auffüllen und somit verschließen. Größere Beschädigungen sollten aber unbedingt vom Fachmann begutachtet und ausgeführt werden. Tipp: wer für seine Skiausrüstung einmal im Jahr einen kurzen Komplett-Check beim Profi gönnt, der fährt in der Regel auf der sicheren Piste. Und so bleibt Ihnen meistens auch der Gips als unbeliebtes Urlaubssouvenir erspart. Ski heil und viel Spaß!